Fotografie Haiko Hebig

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Bernd und Hilla Becher:
Bergwerke und Hütten –
Aktueller Stand

Cover

Gegenwärtiger Status der auf den Fotos gezeigten Anlagen. Die Seiten­nummern beziehen sich auf den Katalog zur Ausstellung:

Becher, Bernd & Hilla: Bergwerke und Hütten, Schirmer/Mosel, München/Bottrop 2010, 188 Seiten, ISBN 978-3-8296-0467-3.

Becher, Bernd & Hilla: Coal Mines and Steel Mills, Schirmer/Mosel, München/Bottrop 2010, 188 pp, ISBN 978-3-8296-0474-1.

Aktive Anlagen sind fett hervorgehoben.

Stand: 03.05.2010

Ruhrzechen
Gruben Siegerland
Zechen Belgien
Zechen Frankreich
Hüttenwerke Ruhr
Hüttenwerke sonstiges Deutschland
Hüttenwerke Lothringen und Wallonie
Katalog und Ausstellung

Ruhrzechen

S. 2/3 - Zeche Neu Iserlohn - auf Bochumer Gebiet, stillgelegt, abgerissen

S. 4 - Zeche Neu Iserlohn - auf Dortmunder Gebiet, stillgelegt; die beiden Wohnhäuser und die zu den zu sehenden Födergerüsten gehörenden Fördermaschinenhäuser sind erhalten, die restlichen sichtbaren Bergwerksanlagen abgerissen, das bildlinke Fördermaschinenhaus wird von einer Autowerkstatt, das rechte von einer Spedition genutzt

S. 5 - Zeche Neu Iserlohn - auf Dortmunder Gebiet, stillgelegt; das Fördermaschinenhaus (rechts im Bild) ist erhalten, an Stelle des Holzschuppens unten rechts steht ein Aldi-Markt, die Fläche dazwischen ist Aldi-Parkplatz, das restliche Gelände wird vorwiegend von Kfz-Gewerbe und einer JVA-Außenstelle genutzt.

S. 6 - Zeche Friedrich der Große - stillgelegt, abgerissen und mit Gewerbeflächen überbaut, Hafen brachliegend, Gedenkseilscheibe an Von Waldthausen-Straße Ecke Ilseder Straße (die Steinkohlenzeche gehörte zur auf Erz gegründeten Ilseder Hütte, siehe 121/122), Grubengaskraftwerk am Zechenring

S. 7 - Zeche Waltrop - stillgelegt, Jugendstil-Gebäudeensemble erhalten und umgenutzt, ansonsten abgerissen

S. 8/9 - Zeche Auguste Victoria - gezeigte Schachtanlage 1/2 stillgelegt und bis auf Fördergerüste, Fördermaschinenhäuser und einige Nebengebäude abgerissen; nördlich gelegene Schächte 3, 6, 7, 8, 9 aktiv

S. 10 - Zeche Prosper II - aktiv, der im Bild sichtbare Schacht 3 und die auf der gleichen Anlage befindlichen Schächte 2 und 8 sind aufgegeben und verfüllt und die zugehörigen Tagesanlagen teilweise abgerissen. Am Standort aktiv sind die zentrale Förderung der Zeche Prosper-Haniel mit einem Förderberg, die zentrale Aufbereitung sowie die Kokerei Prosper.

S. 11/12 - Zeche Prosper III - im Bild Schacht 7, am gleichen Standort auch Förderschacht 6; beide Schächte aufgegeben und verfüllt, Tagesanlagen abgerissen und überbaut

S. 13-16 - Zeche Lohberg - stillgelegt, bis auf einige Nebengebäude in Abriss, die im Bild sichtbaren Schächte 1 und 2 werden zur Wasserhaltung bis unterhalb der 2. Sohle (ca. -700m) offengehalten

S. 17/18 - Zeche Hansa - gezeigte Kokereianlage stillgelegt, teilweise abgerissen und brachliegend, teilweise museal erhalten

S. 19 - Zeche Consolidation - stillgelegt, großteils abgerissen, teilweise umgenutzt, teilweise museal erhalten

S. 20 - Zeche Graf Bismarck - stillgelegt und bis auf umgenutztes Gebäudeensemble am Eingang abgerissen, restliche Fläche einschließlich Hafen brachliegend und derzeit in Umnutzung

S. 21/22 - Zeche Graf Moltke - stillgelegt, abgerissen

S. 23/24 - Königsgrube - stillgelegt, abgerissen, brachliegend

S. 25 - Zeche Rosenblumendelle - stillgelegt, bis auf umgenutzte Nebengebäude abgerissen

S. 26 - Zeche Fritz-Heinrich - stillgelegt, abgerissen

S. 27-29 - Zeche Helene - stillgelegt, bis auf Verwaltungs- und Kauengebäude abgerissen und in Park gewandelt

S. 31-34 - Zeche Hannover - stillgelegt, bis auf museal erhaltenen Malakoffturm mit Fördermaschinenhalle und Lüftergebäude abgerissen und brachliegend

S. 35/36 - Zeche Gneisenau - stillgelegt, bis auf drei Fördergerüste mit vier Fördermaschinenhallen und Verwaltungsgebäude abgerissen, Verwaltungsgebäude umgenutzt; Hauptfläche zu kleinem Teil mit Einkaufszentrum, Gewerbeflächen, Bürgerpark und Grubengaskraftwerk überbaut, ansonsten brachliegend, auf Brache Reste einer Freiluft-Schaltanlage, Anschlussgleis bis Tunnel Auf der Wenge in Radweg gewandelt, an Rotdornallee, Körtingweg, Kornblumenstraße und Altenderner Straße Fragmente der Zechenmauer; Fläche östlich der Derner Straße (Werkstätten) brachliegend; Fläche nördlich der Altenderner Straße brachliegend, Folgekraftwerk und Bahnentladung Haldenbauwerk stillgelegt, Grubengaskraftwerk demontiert, Absetzbecken von Anglerverein genutzt

S. 37 - Zeche Hannibal - stillgelegt, abgerissen und mit Hannibal Einkauszentrum überbaut, an der Zufahrt zum Einkaufszentrum sind Bergbaudevotionalien ausgestellt

S. 38 - Zeche Minister Stein - stillgelegt, alle im Bild sichtbaren Bauten bis auf den bildmittigen Förderturm und das Gebäude am rechten Bildrand abgerissen, Fläche mit Gewerbepark und Einkaufszentrum überbaut

S. 39 - Zeche Dahlhauser Tiefbau - stillgelegt, abgerissen

S. 40-43 - Zeche Germania - stillgelegt, bis auf Torgebäude, Lohnhalle und Waschkaue abgerissen und mit Gewerbeflächen überbaut, erhaltene Gebäude gewerblich umgenutzt, Fördergerüst zum Bergbaumuseum Bochum transloziert

Gruben Siegerland


S. 44/45 - Grube San Fernando - stillgelegt, abgerissen

S. 46 - Grube Füsseberg - stillgelegt, abgerissen

Zechen Belgien

S. 47 - Puits Monceau Fontaine No. 18 - stillgelegt, abgerissen

S. 48/49 - Puits Monceau Fontaine No. 14 - stillgelegt, abgerissen

S. 50 - Puits Monceau Fontaine No. 25 - stillgelegt, bis auf zwei Fördergerüste abgerissen

S. 51/52 - Siège St. Nicolas - stillgelegt, abgerissen

S. 53/54 - Siège St. Théodore - stillgelegt, abgerissen

S. 55 - Siège Blegny Trembleur - stillgelegt, museal erhalten einschließlich Möglichkeit zur Seilfahrt

S. 56 - Siège Cheratte - stillgelegt, Aufbereitungsanlage (Vordergrund), Stahlfachwerk-Förderturm (zweiter Turm von links) und Wohnheim abgerissen, sonstige Anlagen als Denkmal erhalten

S. 57/58 - Siège Trieu Kaisin - stillgelegt, abgerissen

Zechen Frankreich

S. 59 - Mines de Joudreville - stillgelegt, abgerissen

S. 60 - Fosse Courrières No 3/15 - stillgelegt, bis auf wenige Nebengebäude abgerissen und brachliegend; an Stelle des die beiden Schachthallen verbindenden bildmittigen Gebäudeteils verläuft jetzt die Avenue Sikorski; über Schacht 3 befindet sich eine eingezäunte Meßstelle, Schacht 15 ist in Form einer nicht bewachsenen kreisrunden Fläche auf der gegenüberliegenden Wiese erkennbar

S. 61 - Fosse Courrières No 9 - stillgelegt, teilweise abgerissen, Nebengebäude erhalten und umgenutzt, Foto von gegenüberliegendem Schacht 17 aus aufgenommen. Insgesamt wurden vom Unternehmen 25 Schächte auf 14 Schachtanlagen betrieben. 1906 kam es zu einem Grubenunglück mit 1.099 Toten, 1990 wurde die Förderung in diesem Revier eingestellt

Hüttenwerke Ruhr


S. 82-86 - Duisburg-Ruhrort - aktiv, Hochofenwerke stillgelegt, das Oxygenstahlwerk wird jetzt mit Roheisen aus Hamborn versorgt; nördliches Hochofenwerk (82-84) abgerissen, die 84 vorne sichtbaren Rohrleitungen sind erhalten und aktiv und verbinden die August-Thyssen Hütte, die Ruhrorter Hütte und das auf 84 hinten rechts sichtbare Kraftwerk Hermann Wenzel; bildmittlerer und -rechter Hochofen des südliche Hochofenwerks (85/86) mit Ausnahme der Winderhitzer und Möllerbunker abgerissen, bildlinker Hochofen demontiert und nach Indien verkauft. Bildrechts neben den Möllerbunkern befindet sich neuerdings das Schlackenbeet des Oxygenstahlwerks, das aus der Fläche nördlich der Luftzerlegungsanlage dorthin verlagert wurde.

S. 87 - Duisburg-Rheinhausen - Friedrich-Alfred-Hütte, stillgelegt, abgerissen, teilweise mit Frachtzentren überbaut

S. 88-89 - Duisburg-Huckingen - Hüttenwerke Krupp-Mannesmann, aktiv, gezeigte Hochöfen abgerissen und durch größere ersetzt

S. 90-93 - Duisburg-Meiderich - stillgelegt, mit Ausnahme der Sinteranlage (nicht im Bild, abgerissen) museal erhalten


S. 94-99 - Duisburg-Bruckhausen - August-Thyssen-Hütte, aktiv, im gezeigten Hochofenwerk Hamborn sind zwei Hochöfen am Wind und einer in Kaltreserve, zusätzlich sind im angrenzenden Hochofenwerk Schwelgern (nicht im Bild) zwei Großhochöfen am Wind:

S. 99 - v.l.n.r. HO 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9; HO 9 aktiv, HO 8 durch 2008 in Betrieb genommenen Neubau ersetzt und aktiv, HO 4 in Kaltreserve, HO 1, 2, 3, 5, 6, 7 abgerissen.

S. 94 - v.l.n.r. Hochofen 9, 8, 7, 6, 4; vorgelagert Kokerei August Thyssen mit Kokstrockenkühlanlage, durch Neubau im Werksteil Schwelgern ersetzt, stillgelegt und großteils abgerissen

S. 95 - v.l.n.r. HO 6, 7, 8, 9

S. 96 - v.l.n.r. HO 1, 2, 3, 4

S. 97/98 - vmtl. HO 7

S. 100 - Schalker Verein - Hochofenwerk stillgelegt und bis auf ein Schalthaus und zwei Möllerbunker abgerissen, Gelände in Umnutzung, angeschlossene Schleuder- und Formgießereien (nicht im Bild) stillgelegt

S. 101-106 - Gutehoffnungshütte - stillgelegt, großteils abgerissen

S. 107-108 - Westfalenhütte - gezeigte Hochöfen stillgelegt und abgerissen, alle weiteren Warmbetriebe der Hütte und Kokerei stillgelegt und abgerissen oder demontiert und nach China verkauft, Fläche Feineisenstraße gewerblich umgenutzt, Flächen Sinteranlage und SM III in Umnutzung, sonstige Warmflächen brachliegend, Zementwerk und Kaltwalzanlagen aktiv

S. 109-110 - Hagen-Haspe - stillgelegt, bis auf ein Stellwerk abgerissen und mit Wohn- und Gewerbeflächen sowie Parks überbaut

S. 111-112 - Heinrichshütte (Bildtitel, tatsächlicher Name Henrichshütte) - Hochofenwerk stillgelegt, bildlinker (111) bzw. hinterer (112) Hochofen demontiert und nach China verkauft, bildrechter bzw. vorderer Hochofen einschließlich Gebläsehalle und entkerntem Bessemerstahlwerk museal erhalten; restliche Hütte bis auf eine Vergüterei, eine Bearbeitungs­werkstatt sowie eine Luftzerlegungs­anlage stillgelegt und großteils abgerissen

Hüttenwerke sonstiges Deutschland

S. 113 - Friedrichshütte - stillgelegt, abgerissen

S. 114-116 - Charlottenhütte - stillgelegt, Hochöfen abgerissen, Energiezentrale (115 rechts, 116 unten links) und weitere Nebengebäude erhalten und großteils umgenutzt; im südlichen Werksteil (nicht im Bild) Stahl- und Walzwerkshallen und Verwaltungsgebäude erhalten und umgenutzt und durch einen Lebensmitteldiscounter-Neubau ergänzt

S. 117-120 - Lübeck-Herrenwyk - stillgelegt, abgerissen

S. 121-122 - Ilsede - Ilseder Hütte, stillgelegt, bis auf einige Nebengebäude und Fragemente abgerissen und mit einem großteils brachliegenden Gewerbepark überbaut; die mitsamt maschinellem Bestand erhalten gewesene Dampfzentrale wurde ab Ende Januar diesen Jahres auf Betreiben insbesondere der örtlichen CDU abgerissen, eine Ljungströmturbine soll geborgen und an ein ortsfernes Museum übergeben werden

S. 123-124 - Maxhütte Unterwellenborn - aktiv, gezeigte Hochöfen stillgelegt, abgerissen und durch ein Elektrostahlwerk mit Stranggussanlage ersetzt; Erzröstöfen (124 unten rechts) als Denkmal erhalten

S. 125-126 - Völklingen - Hochofenwerk, Sinteranlage und Kokerei stillgelegt und museal erhalten, Oxygenstahlwerk, Walzwerk, Schmiede (nicht im Bild) aktiv

Hüttenwerke Lothringen und Wallonie

S. 127-129 - Terre Rouge - stillgelegt und bis auf Nebengebäude abgerissen

S. 130/131 - Liège-Ougrée - aktiv, auf 130 und 131 vorne sichtbare Hochofenbatterie stillgelegt, abgerissen und mit einer Sinteranlage überbaut, Neubau-Hochofen (131 hinten Mitte) und Sinteranlage wechselweise in (Warm-)Reserve vorgehalten oder in Betrieb, derzeit aktiv, Hüttenkraftwerk (131 rechter Bildrand) aktiv


S. 132-134 - Charleroi-Montignies - stillgelegt, abgerissen

S. 135-136 - Longwy-Sennele - stillgelegt, abgerissen

S. 138 - Rombas - stillgelegt, abgerissen

Katalog und Ausstellung

Ausstellung im Museum Quadrat, Bottrop, 07.02.-02.05.2010
Ausstellung im Stadtmuseum München 20.05.-11.09.2011

Katalog bei Schirmer-Mosel (DE)
Katalog bei Schirmer-Mosel (EN)
Pressemitteilung zum Katalog (PDF)

 

 

Abbildungen: Pressebilder zur Ausstellung, © Bernd und Hilla Becher.