
Panzer der Roten Armee in der Leipziger Straße (Klick = Großansicht)
Alleine in Ost-Berlin kamen 600 Panzer zum Einsatz

Flucht vom Potsdamer Platz, als scharf geschossen wird (Klick = Großansicht)
Am 17. Juni 1953 brach sich der Unmut der Ostdeutschen über die Lebens- und Arbeitsbedingungen in der DDR Bahn: Hunderttausende erhoben sich zu einem Arbeiteraufstand, die Rote Armee schlug ihn nieder. "Er war die erste Massenerhebung im Machtbereich der Sowjetunion überhaupt und eines der Schlüsselereignisse, die den Gang der deutsch-deutschen Geschichte bis zur Einheit im Sommer 1990 maßgeblich mitbestimmt haben."
Die Lunte für den Aufstand legten die Moskauer Führung indes selbst: Nach massiver Förderung der Schwerindustrie und Kollektivierung der Landwirtschaft stand die DDR-Wirtschaft am Rande des Ruins, dem Berija und Malenkow nach dem Tode Stalins durch wirtschaftliche und politische Liberalisierung entgegenwirken wollten - in der am 11. Juni angekündigten Kehrtwende blieben die Arbeiter jedoch außen vor. Es wurden massive Lohnkürzungen verhängt, am 15. Juni begannen Streiks, die zwei Tage später in einen Generalstreik mündeten: als Reaktion rollten Sowjet-Panzer direkt aus dem Sommermanöver ins ganze Land, ab 13 Uhr galt auf Weisung von Hochkommisar Semjonow fast flächendeckend Ausnahmezustand und Kriegsrecht. Die Machtfrage war geklärt, die DDR etabliert, das Regime fortan endgültig nicht ohne Moskauer Macht überlebensfähig.
Ausgewählte aktuelle Quellen:
Ausgewählte ständige Quellen:
- 17juni53.de - Seite der Bundeszentrale für politische Bildung
- volksaufstand1953.de: Persönliche Erinnerungen des Streikführers Karl-Heinz Pahling an Aufstand und Haft
- ORB-Serie Roter Stern über Deutschland
UPDATE IN ENGLISH: GDR WORKERS' UPRISING 1953
Papa Scott has a good piece on the date that the powers in both East and West would have rather forgotten and points to other good resources in English in his Quick Links.
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