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Das Ende von Arthur Andersen - Update

Der Name Athur Andersen wird vermutlich aus der Beraterszene in Deutschland verschwinden: die Partner der deutsche Arthur Andersen Business Consulting wechseln en bloc zum Konkurrenten Deloitte. "Zuvor hatte das 'Handelsblatt' berichtet, eine entsprechende Absichtserklärung sei bereits unterschrieben. Die Entscheidung zugunsten des Konkurrenten Deloitte, der eine Umfirmierung auf den Namen 'Braxton' angekündigt habe, sei gefallen, da die Deloitte-Geschäftsführung den Erhalt der partnerschaftlichen Strukturen geboten habe. So ist die Beteiligung von Führungskräften am Unternehmen weiterhin möglich. Beim Computerkonzern IBM, der sich ebenfalls für die Beratungsgesellschaft interessiert hatte, wären die Berater dagegen zu Konzern-Angestellten geworden, schreibt das Blatt weiter," so Spiegel Online.

Die US-Muttergesellschaft, der eine Mitschuld an dem Bilanzskandal des Energiehändlers Enron zugesprochen wurde, muss sich in den USA wegen des Vorwurfs, "tonnenweise" Dokumente und elektronische Aufzeichnungen vernichtet zu haben, vor Gericht verantworten.

Man selbst kleidet das Ende der Firma natürlich in positive Worte, schließlich schließe man "zu den Top-Unternehmensberatungen in Deutschland auf". Geschmeichelt, denn so wird aus einem Wirtschaftsprüfer keine Unternehmsberatung - zumal die es bekanntlich schon länger von der Dachgesellschaft Andersen Worldwide wegzog: Nach langem Rechtsstreit und Umfirmierung in Accenture war das geschäftlich eigenständige ehemalige Andersen Consulting den ungeliebten, weil kassierfreudigen Namensgeber zum 01.01.2000 endlich los, worüber man spätestens jetzt heilfroh sein wird.

"The latest news from Andersen" lautet nach wie vor: Our work for Worldcom complied with SEC and professional standards at all times. Deutsche Firmen sehen das freilich anders: keiner der 30 DAX-Konzerne ist mehr Kunde.

Da es sich bei dem heutigen Deal weder um eine Fusion noch um eine Übernahme, sondern lediglich um den gemeinsamen Firmenwechsel einer Gruppe von Mitarbeitern handelt, bleibt Deloitte eine wettbewerbsrechtliche Prüfung in Brüssel erspart und man kann sofort von der hinzugewonnenen Expertise profitieren. Was mit den Partnern aus anderen Ländergesellschaften wird, steht oft noch nicht fest. Die Reisswolf-Fetischisten unter ihnen dürften aber nur offiziell als schwer vermittelbar gelten.

UPDATE

Nachdem es mit Arthur Andersen nicht geklappt hat, reagiert IBM prompt und kauft PwC Consulting, das Beratungsgeschäft von PricewaterhouseCoopers: "[Man will] PwC Consulting für 3,5 Mrd. $ in bar und Aktien übernehmen. PwC hat unterdessen seine Pläne für einen Börsengang aufgegeben. Wie IBM am Dienstag nachbörslich mitteilte, soll die Übernahme - vorbehaltlich der Zustimmung der Aufsichtsbehörden und der PwC-Partner vor Ort - bis zum Ende des dritten Quartals abgeschlossen sein", so FTD. IBM News Report

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